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Evaluation der Wei­ter­bildung: Gute Noten, mittel­mäßige Betei­li­gung

Berlin – Die Weiterbildung zum Facharzt ist in Deutschland besser als ihr Ruf. Das geht zumindest aus den Ergebnissen einer Umfrage unter weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzten einerseits und dem Facharztnachwuchs hervor, die die Bundesärztekammer (BÄK) heute in Berlin vorgestellt hat.

Die BÄK hat mit Hilfe der Landesärztekammern eine aufwendige Evaluation der Weiterbildung begonnen, die fortgesetzt werden soll.

"Die meisten jungen Ärztinnen und Ärzte sind grundsätzlich mit den Möglichkeiten und Angeboten ihrer Facharztweiterbildung zufrieden", fasste BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe die Ergebnisse zusammen. "Sie beklagen aber, dass hohe Arbeitsbelastung, Bürokratie und Überstunden ihren Berufsalltag prägen." Der Nachwuchs sollte 100 Fragen zu acht verschiedenen Komplexen beantworten, und zwar nach dem Schulnotenkonzept von eins bis sechs.

Die Gesamtbeurteilung lag bei 2,54. Mit Gut (2,1) bewerteten die Assistenzärzte die Betriebskultur. Ähnlich wurden Führungs- und Lernkultur an den Weiterbildungsstätten eingeschätzt. Die schlechtesten Noten gab es für Kultur zur Fehlervermeidung (2,8) und für die Anwendung der evidenzbasierten Medizin (3,8).

Im Rahmen der Evaluation nach Schweizer Vorbild antworteten fast 30.000 Befragte. Damit beteiligten sich knapp zwei Drittel der Weiterbilder, aber nur ein Drittel der angehenden Fachärzte. Dadurch liegen von rund 40 Prozent der Weiterbildungsstätten gar keine Ergebnisse vor.

Die BÄK vermutet zum einen, dass die Evaluation nicht allen bekannt war. „Ich finde die Rücklaufquote gar nicht so enttäuschend. Es ist schließlich das erste Mal, dass wir eine solche Befragung durchführen“, sagte BÄK-Präsident Hoppe dem Deutschen Ärzteblatt.

Zum anderen geht man davon aus, dass manche Assistenzärzte das Verfahren nicht für ausreichend anonym hielten. Weil hierzulande keine Meldepflicht für den Facharztnachwuchs besteht, konnten die Kammern nicht direkt Kontakt aufnehmen. Vielmehr wurden die Weiterbilder angeschrieben und gebeten, den angehenden Fachärzten Zugangscodes für die Teilnahme an der Evaluation zur Verfügung zu stellen. © Rie/aerzteblatt.de

PfeilQuelle: Deutsches Ärzteblatt

PfeilEvaluation der Weiterbildung: Ein erster Schritt

PfeilAuswertung der Bundesärztekammer-Befragung

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Zuletzt verändert: 12.03.2010