BQS-Newsletter Nr. 3/2010

Aktuelle Nachrichten des BQS-Instituts

 

Inhalt

 

Deutsches Aortenklappenregister im Auftrag von Herzchirurgen und Kardiologen startete am 1. Juli

Mit der Freigabe der Internetseite „Aortenklappenregister.de“ durch das BQS-Institut startete am 1. Juli das Deutsche Aortenklappenregister , ein international herausragendes Projekt zur Verbesserung der Patientensicherheit.

Das Register ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung (DGK). Das BQS-Institut wurde mit der Umsetzung als Registerstelle beauftragt. Von der Bereitstellung der Internetseite über die telefonischen Interviews bis zur wissenschaftlichen Auswertung des Registerdatenpools obliegt ihr die praktische Realisierung des Registers. Die Lenkung des als Registerstudie angelegten Projekts geschieht durch ein Executive Board, dem Vertreter beider Fachgesellschaften angehören.

Im Rahmen des Registers werden systematisch und bundesweit Langzeitdaten zum operativen Aortenklappenersatz und zur kathetergestützten Aortenklappenimplantation erhoben und wissenschaftlich ausgewertet. Ziel des Registers ist es, künftig jedem Patienten die für ihn geeignete Therapie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse empfehlen zu können.

Die wissenschaftliche, fachliche und organisatorische Unabhängigkeit des Deutschen Aortenklappenregisters wird über die beiden Fachgesellschaften und das als Registerstelle eingebundene BQS-Institut gewährleistet. Ferner unterstützen verschiedene Medizinproduktehersteller das Register.

In Deutschland unterziehen sich pro Jahr rund 12.000 Patienten einem herzchirurgischen Aortenklappenersatz. Diese operative Therapie ist der Goldstandard bei der Behandlung von schwerwiegenden Aortenklappenerkrankungen. Seit Kurzem steht mit der kathetergestützten Aortenklappenimplantation jedoch ein Alternativverfahren zur Verfügung, bei dem die Herzklappenprothese unter Zuhilfenahme eines Katheters mit Zugang über die Leistenarterie („transfemoral“) oder über die Herzspitze („transapikal“) eingesetzt wird.  

„Die kathetergestützte Aortenklappenimplantation kann allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nur für sehr alte Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen empfohlen werden, denen eine Operation am offenen Herzen nicht zuzumuten ist“, betonen die wissenschaftlichen Leiter des Registers, der Herzchirurg Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Mohr und der Kardiologe Prof. Dr. Christian W. Hamm aus Bad Nauheim aus Leipzig. „Denn die bisher veröffentlichten Studien zu den Vor- und Nachteilen der kathetergestützten Aortenklappenimplantation im Vergleich zum chirurgischen Aortenklappenersatz sind nicht repräsentativ und zum Teil widersprüchlich. Darüber hinaus sind Aussagen zu Langzeitergebnissen der kathetergestützten Aortenklappenimplantation bisher nicht vorhanden. Erst mit den Ergebnissen des Aortenklappenregisters können Nutzen und Risiken der kathetergestützten Aortenklappenimplantation abgewogen und klare Kriterien für deren Anwendung definiert werden.“

Die Nachbeobachtungen erfolgen 30 Tage sowie ein, drei und fünf Jahre nach dem initialen Aortenklappeneingriff.

Inzwischen hat sich bereits eine große Anzahl Kliniken registriert und die Daten von Patienten übermittelt. Eine möglichst vollständige Erhebung wird angestrebt.  Nach oben

Die Homepage des Registers erreichen Sie über www.aortenklappenregister.de. Weitere Informationen zum Aortenklappenregister erhalten Sie bei Frau Elke Schäfer, Tel.: +49 (0)211/280729-0 / E-Mail: info@aortenklappenregister.de  sowie bei der

 

Deutsches Aortenklappenregister gGmbH,
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 58/59
D-10117 Berlin
Dr. med. Andreas Beckmann
Geschäftsführer
Telefon: +49 (0)30/28004-370
Telefax: +49 (0)30/28004-379
E-Mail: sekretariat@dgthg.de 
Homepage: www.dgthg.de  

 

Dipl.-Math. Konstantinos Papoutsis
Geschäftsführer
Telefon: +49 (0)211/600692 - 0
Telefax: +49 (0)211/600692 - 10
E-Mail: info@dgk.org
Homepage: www.dgk.org

 

Webservices des BQS-Instituts

Die Webservices des BQS-Instituts stehen jetzt auch Test-Nutzern zur Verfügung. Mit den BQI (BQI: Basis-QualitätsIndikatoren) bietet das BQS-Institut Krankenhäusern und den Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung an, über das Extranet unterjährig Berechnungen der eingesandten Datensätze im Verfahren nach § 137a SGBV zu erstellen.

Den Nutzern steht jederzeit ein Vergleich Ihrer Ergebnisse mit einem großen Datenpool aller für die Webservices registrierten Krankenhäuser zur Verfügung. Die Auswertungen umfassen 180 Qualitätsindikatoren aus allen Leistungsbereichen der externen Qualitätssicherung. 

Die Webservices des BQS-Instituts umfassen zurzeit folgende Funktionalitäten:

  • Anzeige von Datenbankständen (Fallzahlen) sowie Importstatistiken zu erfolgreich übermittelten QS-Datensätzen.
  • Berechnung von Basis-Qualitätsindikatoren (BQI), einem Monitoring-Tool für Zwischenberechnungen aktueller Qualitätsindikatoren.

Durch die Exportfunktion für auffällige Vorgangsnummern besteht die Möglichkeit der zeitnahen Ursachenforschung bei auffälligen Ergebnissen.

  • Herunterladen von Dokumenten über den sog. „Pull Service“.

Der Pull Service bietet die Möglichkeit, freigegebene Dokumente wie z. B. Jahresauswertungen direkt zu laden.

Die Nutzung der Webservices ist kostenpflichtig. Die Nutzung des Testzugangs ist selbstverständlich kostenfrei.

Weitere Informationen finden Sie in der PDF-Datei „Informationen zum Testzugang“ und im Extranet des BQS-Institutes auf der Seite Webservices.

Test-Nutzer melden sich mit folgenden Zugangsdaten an:

Benutzername: testuser

Passwort: test

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Testen! 

 

BQS-Workshop am 24.09.2010: Patientinnenbefragung in der Mammachirurgie

Am 24. September 2010 werden wir die Ergebnisse der Befragung von Brustkrebs-Patientinnen zu ärztlichen Beratungsgesprächen durch das BQS-Institut den teilnehmenden Krankenhäusern und allen Interessierten vorstellen.

Die Qualität der Beratung von Patientinnen mit Brustkrebs ist im Sinne einer leitliniengerechten und patientenorientierten Behandlung geboten und mitentscheidend für die Außenwirkung des Krankenhauses. Denn Patientinnen, die gut beraten und informiert werden und sich an der Entscheidungsfindung aktiv beteiligen konnten, zeigen eine höhere Therapietreue, erzielen bessere klinische Ergebnisse und langfristige Behandlungserfolge.  Eine Frau, die sich ihrer Erkrankung aktiv stellt, kann ihre Überlebens- und Heilungschancen verbessern. 

Vor diesem Hintergrund haben wir zusammen mit Vertretern der Fachgruppe „Mammachirurgie“ des BQS-Institutes einen Fragebogen zur Messung der Beratungs-Qualität der Patientinnenaufklärung entwickelt. Die Erfahrungen der Patientinnen mit den ärztlichen Beratungsgesprächen vor der ersten Brustkrebs-Operation werden ermittelt. Dazu werden Patientinnen mit primärem Mammakarzinom mit dem BQS-MammaCa-Fragebogen (BMCF) befragt. Die Befragung erfolgt postalisch sechs Monate nach der ersten Operation.

Der Fragebogen wurde nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelt und in zwei Pretests und einem Retest evaluiert. An den Pretests nahmen 680 Patientinnen aus 56 Krankenhäusern teil. Die Rücklaufquote betrug – ohne Reminderverfahren – 59,0%. Die Pretests dienten dem Zweck der Fragebogenentwicklung und Fragebogentestung. Die Antworten der Patientinnen können somit nur erste Hinweise geben. Repräsentative Ergebnisse werden durch die Patientinnenbefragung im Echtbetrieb erreicht werden können. Diese Befragung bietet das BQS-Institut ab 2011 an. 

Die Anmeldung zum Workshop ist ab sofort möglich. Informationen hierzu erhalten Sie bei Frau Horn-Schlüter (+49 (0)211/280729-0, seminare@bqs-institut.de).

Für Informationen und Fragen rund um dieses Projekt stehen Ihnen die Projektleiter, Herr Dr. Birkner und Frau Schäfer, sehr gerne zur Verfügung (info@bqs-institut.de).

 

Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen – noch Plätze frei

Der nächste Kurs „Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen“ nach dem Curriculum der Bundesärztekammer startet ab dem 6. September 2010 in Hamburg. Für Interessierte haben wir derzeit noch einige Plätze frei.

Nachdem andere Veranstalter ihre QM-Kurse mangels Teilnehmer absagen mussten, freuen wir uns, bereits jetzt so viele verbindliche Anmeldungen zu haben, dass der Kurs auf jeden Fall stattfinden wird.  

Der Kurs steht Angehörigen aller Berufsgruppen im Gesundheitswesen offen, die nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung bereits einige Jahre Praxiserfahrung haben. Er beinhaltet weiterhin das bewährte Training zum „TQM-Assessor nach EFQM (European Foundation for Quality Management)“.  

Die Inhalte und der zeitliche Rahmen des Kurses werden bundesweit anerkannt. In manchen Bundesländern können Ärztinnen und Ärzte auf der Grundlage dieses Kurses zusätzlich die Zusatzbezeichnung „Ärztliches Qualitätsmanagement“ erlangen.

Informationen hierzu erhalten Sie bei Frau Franze (+49 (0)40/254078-40, seminare@bqs-institut.de) und in der Kursbeschreibung: http://www.bqs-institut.de/download/other/QM_HH_16_Beschreibung_2010-2011.pdf.

 

 

Kontakt: 

Dr. Christof Veit            Franz-Josef Grothaus

Geschäftsführer            Leiter Zentrale Dienste

__________________________________________________

BQS Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung gGmbH

Kanzlerstraße 4

D-40472 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211/280729 - 0

Telefax: +49 (0)211/280729 - 99

E-Mail: info@bqs-institut.de

Internet: www.bqs-institut.de  

Amtsgericht Düsseldorf, HRB 40207

Geschäftsführer: Dr. med. Christof Veit

USt-IDNr. DE213731867

 

 

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Zuletzt verändert: 29.08.2010