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David-Sackett-Preis des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2011 geht an das Ressort Arzneimittelbewertung des IQWiG

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e. V. hat den David-Sackett-Preis 2011 am 25. März im Rahmen seiner 12. Jahrestagung in Berlin an das Ressort Arzneimittelbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) verliehen.

Stellvertretend nahmen Frau Dr. Beate Wieseler und Herr Dr. Thomas Kaiser den Preis, welcher herausragende und nachhaltige Arbeiten auf dem Gebiet der Evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung auszeichnet, entgegen. Gewürdigt werden insbesondere die Bemühungen des Ressorts zur Verminderung der Auswirkung ergebnisgesteuerten Publizierens von Studiendaten, oft unter dem Begriff des "Publikationsbias" zusammengefasst.

Publikationsbias führt im schlimmsten Fall dazu, dass der Nutzen medizinischer Maßnahmen überschätzt und potenzieller Schaden unterschätzt wird. Die falsche Einschätzung von Nutzen und Schaden stellt für die betroffenen Patienten eine reale Gefährdung ihrer Gesundheit dar. Vor dem Hintergrund wundert die Gelassenheit, mit der viele im Gesundheitswesen diesem Phänomen begegnen.

Das Ressort Arzneimittelbewertung des IQWiG hat diesen Zustand nie akzeptiert. Auf verschiedenen Kommunikationskanälen wie Berichten, wissenschaftlichen Publikationen in hochrangigen Fachzeitschriften, Vorträgen, wissenschaftlichen Veranstaltungen und auch über Pressemitteilungen hat es wesentlich dazu beigetragen, dem Thema unveröffentlichter und zurückgehaltener Daten die angemessene öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Für die Erstellung der eigenen Nutzenbewertungen wurden Verfahrensregelungen getroffen, um die Auswirkungen soweit wie möglich zu minimieren.

Die Jury war besonders davon beeindruckt, wie hier eine wissenschaftliche Institution die öffentliche Aufmerksamkeit gesucht hat, um ihrer wissenschaftlichen und ethischen Verpflichtung nachkommen zu können.

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Zuletzt verändert: 31.03.2011