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15 Jahre Leitlinien in Deutschland – eine Bestandsaufnahme mit Ausblick

Mehr als 150 Teilnehmer besuchten am 24. März 2011 in Berlin das Symposium "15 Jahre Leitlinien in Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit" des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin. Die Veranstaltung fand in Verbindung mit der 12. Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin statt, zu dessen Gründungsmitgliedern das ÄZQ zählt. Ein Bericht von Sylvia Sänger.

"Vernetzung und systematisches Vorgehen als Schlüsselaufgabe"

710 Personen haben sich seit 2002 an der Entwicklung von Nationalen VersorgungsLeitlinien beteiligt. Dazu gehören Experten aus wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften, sowie Mitglieder der ärztlichen Selbstverwaltung, Organisationen und der Patientenselbsthilfe. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) koordiniert im Auftrag seiner Träger Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung diesen Prozess, an dem außerdem die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften beteiligt ist. Was das Institut of Medicine jetzt in seinen im März 2011 publizierten "Standards for Developing Trustworthy Clinical Practice Guidelines" fordert, ist seit 1995 Bestandteil der Aufgabenstellung des ÄZQ, so zum Beispiel die Leitlinienentwicklung mit systematischer Aufbereitung der Literatur oder die öffentliche Konsultationsphase mit der Gelegenheit für jedermann, Stellung zu nehmen. So beschriebt es Prof. Günter Ollenschläger, der das ÄZQ seit dessen Gründung im Jahr 1995 leitet. Als einen Meilenstein sieht Ollenschläger das Clearingverfahren für Leitlinien, an dem auf freiwilliger Basis die Gesetzliche und Private Krankenversicherung sowie die Rentenversicherung beteiligt waren.

Dieses Clearingverfahren hatte zum Ziel, die Qualität von Leitlinien zum gleichen Thema zu ermitteln. "Wir haben viel erreicht in den vergangenen 15 Jahren", fasst Ollenschläger zusammen. "Dazu gehören die Entwicklung von Methoden für Leitlinien, Qualitätsindikatoren und Patientenleitlinien, die nationale und internationale Vernetzung, die Produkte die wir gemeinsam mit unseren Partnern erarbeitet haben wie die Nationalen Versorgungsleitlinien, Patientenleitlinien, Qualitätschecklisten und natürlich auch deren Verbreitung." Aber gerade was die Verbreitung anbelangt, gäbe es in der Zukunft noch viel zu tun, ist Ollenschläger überzeugt.

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Zuletzt verändert: 07.04.2011