Neues Fördermitglied: Allgemeinmedizin des UK Erlangen

Das Allgemeinmedizinische Institut des Universitätsklinikums Erlangen ist dem Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. als Fördermitglied beigetreten.

Der Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg hat erst im Oktober 2013 seine Arbeit aufgenommen. Er ist nach dem Stiftungslehrstuhl an der TU München der zweite Lehrstuhl für diesen Fachbereich in Bayern.

Mit seinem Leitbild sieht sich das Institut in direkter Linie mit den Zielen der evidenzbasierten Medizin und dem Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.:

"Eine aktuell drängende Herausforderung der Gesellschaft wird in der Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung von Patienten, vor allem im ländlichen Raum gesehen. Wir, das Allgemeinmedizinische Institut des Universitätsklinikums Erlangen, sehen uns deshalb im gesellschaftlichen Auftrag dazu beizutragen, dass auch in Zukunft eine adäquate primärmedizinische Versorgung in Bayern gewährleistet werden kann. Als wissenschaftlicher Arm der hausärztlichen Profession möchten wir primärmedizinische Aufgaben definieren, deren Umsetzung analysieren und die gewonnenen Erkenntnisse zurück in die Praxis übertragen.

Das derzeitige ambulante Versorgungssystem ist vom Bild eines in seine Organe "aufgesplitterten" Patienten geprägt, der im ökonomischen Wettstreit zwischen Hausärzten und niedergelassenen Fachspezialisten einer Gleichzeitigkeit von Unter-, Über- und Fehlversorgung ausgesetzt ist. Unsere Vision von einer ambulanten Versorgung der Zukunft ist der Wandel weg von Hausärzten und ärztlichen Fachspezialisten als selbstständige Einzelkämpfer, hin zu einem verantwortlichen multiprofessionellen Team für die primärmedizinische Patientenversorgung. Im Mittelpunkt dieses Teams sehen wir Fachärzte für Allgemeinmedizin, verantwortlich entlastet und unterstützt durch qualifizierte medizinische Fachangestellte, Krankenschwestern und andere Heilberufe, sowie beratende ärztliche Fachspezialisten. Diese Form von Primärmedizin verbindet dabei die Vorteile einer hochwertigen, standardisierten Medizin mit den Bedürfnissen individueller Patienten. Das Ziel unseres Ansatzes ist eine bestmögliche, wohnortnahe, primärmedizinische Versorgung für alle Patienten."

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Zuletzt verändert: 27.05.2014