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Eine Farce: Neue Regeln zur Veröffentlichung klinischer Studiendaten

Am 12. Juni will die European Medicines Agency (EMA) neue Regeln zur Veröffentlichung klinischer Studiendaten beschließen. Ursprünglich war geplant, alle bei ihr eingereichten klinischen Studienberichte öffentlich zugänglich zu machen und so für mehr Transparenz über den Nutzen und Schaden von Arzneimitteln zu sorgen. Doch die erhoffte Transparenz soll es nach den aktuellen Plänen nur sehr eingeschränkt geben: Das Betrachten der Daten soll nur am Bildschirm ermöglicht werden, Herunterladen und Speichern sind nicht erlaubt.

Ebenso gravierend ist die Tatsache, dass selbst die am Bildschirm betrachteten Daten nicht vollständig sein sollen. So ist vorgesehen, dass Pharmafirmen zwei Versionen ihrer Studiendaten vorlegen können: eine Version für die Zulassungsbehörden und eine weitere, auf die unabhängige Forscher Zugriff haben. Begründet wird dieser Schritt mit dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen.

Damit wird jede wissenschaftliche Auswertung klinischer Studiendaten völlig unmöglich.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IQWiG haben jetzt eine Social Media Kampagne gestartet, bei der auf humorvolle Weise veranschaulicht wird, wie die Arbeit mit den Studiendaten für Wissenschaftler unter solchen Nutzungsbedingungen aussehen könnte.

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Zuletzt verändert: 11.06.2014