Neue EbM-Kolumne erschienen

"Wer braucht wirklich L-Thyroxin?" – so lautet der Titel der aktuellen EbM-Kolumne von Andreas Sönnichsen. Der Beitrag gibt einen Überblick zum aktuellen Forschungsstand. Die EbM-Kolumnen erscheinen seit Januar 2016 monatlich im Journal der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

Laut Arzneimittelreport 2017 der Barmer GEK erhielten im Jahr 2016 etwa 10,5 Prozent der Versicherten regelmäßig L-Thyroxin. Mit 45 Mio. Euro belegt die Substanz den 16. Platz in der Kostenstatistik aller auf Kosten der Barmer verordneten Arzneimittel.

Wenn man davon ausgeht, dass etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung bei der Barmer versichert sind und es bei den anderen Kassen wahrscheinlich nicht anders aussieht, leisten wir uns Ausgaben von einer halben Milliarde Euro pro Jahr für die Substitution von L-Thyroxin.

In einer Studie in hausärztlichen Praxen zeigte sich, dass bei etwa der Hälfte aller Patienten mit einer L-Thyroxin-Dauermedikation die Indikation nicht bekannt war. Es stellt sich die Frage, ob nach den Kriterien einer evidenzbasierten Arzneimitteltherapie wirklich zehn Prozent der Bevölkerung diese Substitutionsbehandlung benötigen und ob eine mögliche Übertherapie nicht sogar mit erheblichem Schaden verbunden ist, der weit über den gesundheitsökonomischen hinausgeht...

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Zuletzt verändert: 06.01.2018