Artikel des Monats - März 2008

Doppler-Ultraschall der Arteria uterina zur Vorhersage der Präeklampsie und intrauterinen Wachstumsverzögerung: Systematischer Review und bivariable Meta-Analyse


Cnossen JS, Morris RK, ter Riet G, Mol BW, van der Post JA, Coomarasamy A, Zwinderman AH, Robson SC, Bindels PJ, Kleijnen J, Khan KS. Use of uterine artery Doppler ultrasonography to predict pre-eclampsia and intrauterine growth restriction: a systematic review and bivariable meta-analysis. CMAJ 2008; 178(6):701-11.

Präeklampsie und intrauterine Wachstumsverzögerung sind charakterisiert durch eine abnormale Plazenta und einem daraus resultierenden inadäquaten utero-plazentalen Blutfluss. Es liegt daher nahe, den Blutfluss in der A. uterina im Rahmen des Schwangerschaft-Screening zu beurteilen.

Ein, in der März-Ausgabe des "Canadian Medical Journal" publizierter systematischer Review untersuchte den Vorhersagewert atypischer Dopplerwellen für die Präeklampsie und die Wachstumsverzögerung.

Ingesamt konnten 74 Studien zur Prä-Eklampsie mit 79.547 Schwangeren und 61 Studien zur Wachstumsverzögerung mit 41.131 Schwangeren inkludiert werden.

Ergebnisse Prä-Eklampsie:
Bei 2.498/79.547 der Schwangeren (3,14%) wurde eine Präeklampsie diagnostiziert. Die meisten der zahlreichen doppler-sonografischen Variablen zeigten schlechte Vorhersagewerte. Lediglich ein erhöhter Pulsatilitäts-Index mit Notching (postsystolische Inzisur, "Kerbe") konnte als akzepabler Vorhersagwert identifiziert werden (positive Likelihood ratio bei Hochrisiko-Patientinnen: 21,0; bei Niedrigrisiko-Patientinnen: 7,5). Die meisten Studien wurden im zweiten Trimenon durchgeführt.

Ergebnisse Intrauterine Wachtumsverzögerung:
Bei 3.723/41.131 der Schwangeren (9,05%) konnte eine Wachstumsverzögerung des Feten diagnostiziert werden  (definiert als Geburtsgewicht unter der 10. Perzentile oder unter 2.500g). Auch hier zeigte der erhöhte Pulsatilitäts-Index mit Notching den besten Vorhersagwert (bei Niedrigrisiko-Patientinnen LR+ für starke Wachtumsverzögerung 14,6; durchschnittliche LR+ 9,1).

Die Autoren schlussfolgern, dass atypische Wellenformen in der Doppler-Sonografie besser für die Vorhersage einer Präeklampsie als für eine Wachstumsverzögerung dienen, wobei ein erhöhter Pulsatilitäts-Index, nach Möglichkeit mit Notching, die besten Ergebnisse liefert.

Quelle:

Cnossen JS, Morris RK, ter Riet G, Mol BW, van der Post JA, Coomarasamy A, Zwinderman AH, Robson SC, Bindels PJ, Kleijnen J, Khan KS. Use of uterine artery Doppler ultrasonography to predict pre-eclampsia and intrauterine growth restriction: a systematic review and bivariable meta-analysis. CMAJ 2008; 178(6):701-11.



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Zuletzt verändert: 31.03.2008