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Sie sind hier: Startseite WAS WIR TUN DNEbM-Fachbereiche EbM in Klinik und Praxis Ratschlag 4: Berücksichtigen Sie die Evidenzbasierten (S3) Leitlinien aus Ihrem Fachgebiet.

Ratschlag 4: Berücksichtigen Sie die Evidenzbasierten (S3) Leitlinien aus Ihrem Fachgebiet.

S3-Leitlinien zeichnen sich durch ein hohes methodisches Niveau aus. Sie werden nach systematischer Literaturrecherche erstellt, beinhalten eine Entscheidungs- und "Outcome"-Analyse, bewerten die klinische Relevanz von Studienergebnissen und werden regelmäßig überprüft.

 

Klinische Leitlinien kommen als Transfer-Format von abgesichertem Wissen in die Praxis der Definition der EbM am nächsten. Sie können einen guten Entscheidungsrahmen für Ärzte bilden. Es könnte der beste Ansatz sein: Bestehende Leitlinien ganz genau auf die Bedürfnisse des Patienten umschreiben, mit ganz klaren Handlungsanweisungen. [1]

Die Empfehlungen aus Evidenz basierten Leitlinien beruhen auf einer systematischen Literaturrecherche, mit einer Evidenz- und / oder Empfehlungseinstufung (Level of Evidence [LoE] und / oder Grade of Recommendation [GoR]). [2]

Auf den EbM-Jahrestagungen 2013 und 2015 haben wir zusammen mit dem Fachbereich Leitlinien und deren Sprecherin Frau Dr. med. M. Nothacker zwei Workshops abgehalten, um Leitlinien verlässlicher in die Praxis zu integrieren.

Die Empfehlungen sollen den Praktikern für abgesicherte klinische Pfade in der täglichen Arbeit dienen.

Unsere gemeinsamen Empfehlungen:

  1. Priorisierung (1 - 5: 1 - Soll A+, 5 - Soll nicht A-), ÄZQ 2013
    Eine Priorisierung von 1 bis 5 ist in Nationalen Versorgungsleitlinien seit 2013 vorgesehen (1 - Soll A+, 2 - Sollte B+, 3 - Kann 0, 4 - Sollte nicht B-, 5 - Soll nicht A-).
    Für die praktische Umsetzung sollten Grad A Empfehlungen (Empfehlung aus sicherer Datenlage, aus qualitativ guten RCTs oder Übersichten, mit großem klinischem Effekt) transparent (kontrollierbar) von nachrangigen Empfehlungen abgegrenzt sein.
  2. Interne Sicherheit: editorial independence, unabhängige Prüfung, Ausschluss von „guideline establishment bias”
  3. Externe Sicherheit: abgesicherter juristischer Rahmen
  4. Umsetzungsprofis: Leitlinienentwickler haben kaum expertise in implementation science or systems engineering”.
  5. Praxistest: Der Schritt der Evidenzumsetzung ist beschrieben. [3]

 

[1] Michie S, Johnston M. Changing clinical behaviour by making guidelines specific. BMJ 2004;328:343-345 (7 February) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC338112/

[2] AGREE Appraisal of Guidelines for Research & Evaluation http://www.agreetrust.org/wp-content/uploads/2013/10/AGREE-II-Users-Manual-and-23-item-Instrument_2009_UPDATE_2013.pdf
EQUATOR http://www.equator-network.org/

[3] Pronovost PJ et al. Translating evidence into practice: a model for large scale knowledge translation. BMJ  2008;337:a1714 http://www.bmj.com/content/337/bmj.a1714.long
Medves  J et al. Systematic review of practice guideline dissemination and implementation strategies for healthcare teams and team-based practice. International Journal of Evidence-Based Healthcare. 2. 79–89, June 2010 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20923511
Scales DC et al. A Multifaceted Intervention for Quality Improvement in a Network of Intensive Care Units: A Cluster Randomized Trial . JAMA. 2011;305(4):363-372 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21248161

 

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Zuletzt verändert: 08.04.2016