Möglichkeiten und Grenzen einer Choosing Wisely Initiative

Die 2011 in den USA gestartete Choosing Wisely Initiative verfolgt das Ziel, die offene Diskussion zwischen der Ärzteschaft, den Patienten und der Öffentlichkeit zum Thema Überversorgung zu fördern.

Kern der Choosing Wisely Initiative sind Top-5 Listen aus jeder klinischen Fachdisziplin. Top-5 Listen enthalten fünf medizinische Maßnahmen, bei der gegenwärtig eine Überversorgung festzustellen ist und deshalb ein verstärkter Bedarf an Information und "Shared Decision Making" besteht. Diese Listen werden in enger Kooperation mit Patienten- und Verbraucherschutzorganisationen und mit Unterstützung öffentlicher Medien verbreitet.

Ob die Choosing Wisely Initiative auch auf Deutschland übertragen werden kann, diskutierten am 14. März 2013 ungefähr 50 Ärzte, Patientenvertreter, Wissenschaftler und Leitlinienexperten. Sie waren der Einladung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) zu einem Workshop in Verbindung mit der 14. Jahrestagung des DNEbM in Berlin gefolgt. Zu Inhalt und Ergebnissen des Workshops hat das DNEbM eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Im Anschluss wurden zwei weitere interne Workshops abgehalten unter Einladung externer Kliniker und Patientenvertreter. Ein Fazit zu dieser weiteren Arbeit der DNEbM AG findet sich im Jahresbericht 2013.

Überlegungen zu einer deutschen Choosing Wisely Initiative werden aktuell von verschiedenen Akteuren weitergedacht. Mitglieder der DNEbM AG beteiligten sich in diesen Diskussionen u.a. auf der Jahrestagung der DGIM im April 2014 und auf einem internationalen Round Table Meeting in Amsterdam im Juni 2014, dessen Ergebnisse im BMJ publiziert wurden.

 

nullChoosing Wisely Initiative international

nullDeutsche Priorisierungsprojekte

nullDeutsche Literatur

nullHumorvoller Videoclip von James Mc Cormack zu Choosing Wisely

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Zuletzt verändert: 22.09.2014