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Unstatistik des Monats: 54 Prozent der Deutschen haben eingeschränkte Gesundheitskompetenz

Die Unstatistik des Monats Februar 2018 hinterfragt eine der zentralen Aussagen des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz, der am 19. Februar dem Bundesminister für Gesundheit vorgestellt wurde. Demnach hätten 54 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Das habe der "Health-Literacy Survey auf europäischer Ebene" herausgefunden.

Die "Unstatistik des Monats" ist ein gemeinsames Projekt des Berliner Psychologen Gerd Gigerenzer, des Dortmunder Statistikers Walter Krämer und des RWI-Vizepräsidenten Thomas Bauer. Seit 2012 hinterfragen sie jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen.

In der aktuellen Unstatistik zeigen die Autoren auf, dass der Health-Literacy Survey ein völlig ungeeignetes Instrument ist, die Gesundheitskompetenz zu messen. Die Zahl 54 Prozent bezieht sich nämlich nicht auf den Anteil der Deutschen, welche eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz haben, sondern auf den Anteil, welche das von sich glauben.

Pressemitteilung zur aktuellen Unstatistik des Monats

Das EbM-Netzwerk hat in der Vergangenheit bereits mehrfach gefordert, dass die Messung von Gesundheitskompetenz nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgen muss und den Fragebogen des Health Literacy Survey nicht weiter einzusetzen.

Beitrag im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2017; 114(18): 330)

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Zuletzt verändert: 28.02.2018