UPD erneut in der Kritik

Erneut gibt es eine Diskussion um die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD). Zum einen gibt es offenbar massive Qualitätsprobleme, zum anderen bestehen Zweifel an der Unabhängigkeit der UPD, die durch einen Wechsel der Besitzverhältnisse seit kurzem zu einem Hedge-Fonds gehört.

Die UPD ist die einzige Anlaufstelle für Patienten mit gesetzlichem Auftrag (§ 65b SGB V). 2006 wurde sie per Gesetz beschlossen, jährlich wird sie mit rund neun Millionen Euro von den gesetzlichen Krankenkassen ausgestattet.

Zunächst waren der Sozialverband VdK Deutschland e.V., die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) und der Verbund unabhängige Patientenberatung (VuP) e.V. die Träger der UPD.

Vor der Übertragung der UPD an den Gesundheitsdienstleister Sanvartis Anfang 2016 hatten zahlreiche Organisationen, u.a. das EbM-Netzwerk, gewarnt, dass die Unabhängigkeit der Beratung gefährdet sei (https://www.ebm-netzwerk.de/aktuelles/news2015-07-05/).

Vor wenigen Wochen wurde die UPD nun Teil eines Hedgefonds, was das Vertrauen in die Unabhängigkeit der UPD noch mehr schwächt. Recherchen der Süddeutschen Zeitung und der ARD haben nun außerdem noch erhebliche Qualitätsprobleme aufgedeckt.

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Zuletzt verändert: 28.09.2018