Neue EbM-Kolumne im Journal der KV Hamburg erschienen

Am Beispiel Antidepressiva und Diabetesprävention stellt Ingrid Mühlhauser dar, wie kategorielle Klassifizierung in die Irre führt.

Nach Analysen der BARMER-Krankenkasse ist bereits jeder dritte junge Berliner wegen psychischer Probleme in ärztlicher Behandlung. Die Diagnose Depression würde besonders häufig gestellt. Die Techniker Krankenkasse verweist in ihrem Gesundheitsreport 2018 auf eine Verdoppelung der Verordnungen an Antidepressiva während der letzten zehn Jahre. Die Krankenkassenexperten gehen jedoch davon aus, dass nicht die Krankheit Depression zugenommen hat, sondern die Diagnoseraten.

Die Kampagnen der letzten Jahre zur Erhöhung der Aufmerksamkeit auf Depression scheinen Erfolg zu haben – zumindest gemessen an der enormen Zunahme an Diagnosen und Behandlungen. Die Frage nach dem Nutzen für die Betroffenen bleibt dennoch unbeantwortet. Wird den Diagnostizierten wirklich geholfen oder entsteht hier durch Überdiagnostik und Übertherapie ein Schaden an gesunden Menschen?

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Zuletzt verändert: 02.10.2018