Neue EbM-Kolumne zu Biomarkern erschienen

Im aktuellen Beitrag geht Daniel Fleer der Frage nach, wie sinnvoll biomarkerbasierte Test bei Brustkrebs für die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie sind.

Rund 70.000 Frauen pro Jahr erhalten in Deutschland die Diagnose Brustkrebs. Bei mehr als der Hälfte dieser Fälle handelt es sich um ein primäres Hormonrezeptorpositives, HER2/neu-negatives Mammakarzinom mit bis zu 3 befallenen Lymphknoten. Man schätzt, dass unabhängig vom Grundrisiko eine Chemotherapie bei Brustkrebs-Patientinnen das Risiko eines Rezidivs um ein Drittel senkt.

Vor dem Hintergrund der erheblichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie und der Tatsache, dass die Mehrzahl der Patientinnen auch ohne Chemotherapie kein Rezidiv erleiden, wird angestrebt, die Patientinnen zu identifizieren, die nur ein geringes Rezidivrisiko haben und denen somit eine Chemotherapie erspart werden kann.

Auf Basis weiterer klinischer Kriterien wie Alter, Tumorgrad und -größe ist dies jedoch bei einem Teil der Betroffenen nicht sicher möglich. Bei diesen Patientinnen erhofft man sich durch Gewebeuntersuchung von molekularbiologisch basierten Markern (Biomarker-Tests) Unterstützung bei der Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie. Die Schätzungen, bei welchem Teil aller Patientinnen ein solcher Test hilfreich wäre, bewegen sich zwischen 10.000 bis 20.000 Frauen pro Jahr in Deutschland. Nachfolgend werden die Ergebnisse der Nutzenbewertungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus den Jahren 2016 und 2018 zu diesen Biomarker-Tests zusammengefasst.

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Zuletzt verändert: 14.12.2018