GRADE steht für „Grading of Recommendations, Assessment, Development and Evaluation“. Die GRADE-Methodik erlaubt vor allem in der Leitlinienarbeit eine standardisierte Bewertung der Evidenz und Einstufung der Empfehlungsstärke.

Die GRADE-Arbeitsgruppe startete im Jahr 2000 als informelle Kollaboration von Menschen, die bestehende Bewertungssysteme in der Gesundheitsversorgung verbessern wollten. Die GRADE-Arbeitsgruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, einen sinnvollen und transparenten Ansatz für die Bewertung der Qualität der Evidenz und die Ableitung der Stärke einer Empfehlung zu entwickeln. Viele internationale Organisationen – so auch die WHO – nutzen GRADE. Insbesondere in der Erstellung von systematischen Reviews und Leitlinien wird GRADE oft verwendet.

Eine detaillierte Beschreibung des GRADE-Ansatzes ist im J Clin Epidemiol publiziert (Link); eine deutsche Übersetzung dieser Serie ist in der ZEFQ erschienen (Link). Das GRADE-Zentrum in Freiburg bietet regelmäßig Kurse zu GRADE an.