• Da COVID-19 in der Mehrzahl der Fälle mit milden Erkältungssymptomen oder gar inapparent verläuft, werden nicht alle tatsächlich aufgetretenen Infektionsfälle erfasst, Todesfälle wahrscheinlich jedoch nahezu vollständig. Dies führt zu einer Überschätzung der CFR. Nach einer Studie mit 565 Japanern, die aus Wuhan evakuiert worden waren und alle getestet wurden (unabhängig vom Vorliegen von Symptomen), werden durch die derzeit praktizierte symptomorientierte COVID-19-Überwachung nur 9,2% der Infizierten entdeckt [5]. Vorläufige Ergebnisse der deutschen Heinsberg-Studie fanden mittels Antikörpertestung eine Durchseuchung von 15% und eine CFR von 0,37% [6]. Die Studie wurde allerdings wegen intransparenter Methodik und fehlender Validierung des Antikörpertests kritisiert.