Bewerben Sie sich jetzt!

Bewerbungsfrist: 31.10.2019

David-Sackett-Preis

Für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung in Forschung, Lehre oder bei der Verbreitung der Anliegen der EbM vergibt das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin jährlich den mit 2.000 € dotierten David-Sackett-Preis.

Die Auszeichnung wird seit 2008 jährlich im Rahmen der Jahrestagung des EbM-Netzwerks verliehen. David Sackett, nach dem der Preis benannt worden ist, gilt als Pionier der Evidenzbasierten Medizin, die vom angloamerikanischen Raum ausgehend mittlerweile weltweit praktiziert wird. Er gründete 1967 das erste Institut für klinische Epidemiologie in Kanada an der McMaster Universität und später das Oxford Centre for Evidence-Based Medicine. Der im Jahr 2015 verstorbene Sackett war Initiator und langjähriger Mitherausgeber des Journals Evidence-Based Medicine, Autor von zahlreichen Artikeln und Lehrbüchern sowie Begründer der Fortbildungskurse für EbM an der Universität Oxford. David Sackett war Ehrenmitglied im EbM-Netzwerk.

Mit dem David-Sackett-Preis können Einzelpersonen oder Gruppen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgezeichnet werden. Interessenten können sich selbst bewerben oder durch ein Mitglied des EbM-Netzwerks vorgeschlagen werden.

Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird durch eine Jury ausgewählt, die aus Mitgliedern des amtierenden geschäftsführenden Vorstands, ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, Fachbereichssprechern und ggf. weiteren ausgewiesenen Experten in EbM besteht. Die Jury begutachtet die Arbeiten nach Innovationsgehalt und Originalität, methodischer Qualität (drei Kriterien: Studiendesign, Auswertung, Ergebnisdarstellung), Praxisrelevanz, ihrem Bezug zur Gesundheitsversorgung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz und der Integration von Kosten-Nutzen-Aspekten. Sollten sich mehrere Arbeiten als gleichwertig darstellen, können die Bezugnahme auf genderrelevante Aspekte oder das Angebot des „Data Sharing“ den entscheidenden Ausschlag geben.

Ausschreibung 2020

Die Bewerbungsfrist für die Vergabe 2020 ist der 31. Oktober 2019.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der 21. Jahrestagung des EbM-Netzwerks vom 13.-15.02.2020 in Basel statt.

Bewerbungsformular

Pressemitteilung zur Ausschreibung 2020:

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre

  • 2019

Birte Berger-Höger

für das Projekt "Spezialisierte Pflegefachkräfte zur Unterstützung partizipativer Entscheidungsfindung in der Onkologie"

Zur Pressemitteilung

  • 2018

Felix Hüttner und die ChroPac-Arbeitsgruppe

für die Arbeit "Partial pancreatoduodenectomy versus duodenum-preserving pancreatic head resection in chronic pancreatitis: the multicentre, randomised, controlled, double-blind ChroPac trial"

Zur Pressemitteilung

  • 2017

 

Lars G. Hemkens, Despina G. Contopoulos-Ioannidis, John P. A. Ioannidis

für die Forschungsarbeit zu Routinedaten "Agreement of treatment effects for mortality from routinely collected data and subsequent randomized trials: meta-epidemiological survey"

Zur Pressemitteilung

  • 2016

 

Anne Barzel, Gesche Ketels, Anne Stark und Britta Tetzlaff et al. für die CIMT Arbeitsgruppe und

Kerstin Luedtke et al. für eine Studie zur Wirksamkeit von transkranieller Stimulation bei chronischem Kreuzschmerz

Zur Pressemitteilung

  • 2015

Matthias Briel and the DISCO Study Group

für die Arbeit "Prevalence, Characteristics, and Publication of Discontinued Randomized Trials"

Zur Pressemitteilung

  • 2014

Eva Rehfuess, Elisa Puzzolo, Debbi Stanistreet, Daniel Pope und Nigel Bruce

für die Arbeit: "Enablers and Barriers to Large-Scale Uptake of Improved Solid Fuel Stoves: A Systematic Review"

und

Falk Schwendicke

für die Arbeit: "Cost-effectiveness of One- and Two-step Incomplete and Complete Excavations"

  • 2013

Gerhard Fritsch, Maria Flamm, Timm Johansson, Karl Entacher, Andreas Sönnichsen für die PROP-Arbeitsgruppe

für das Projekt "PROP (präoperative Diagnostik): der Weg von der Erfassung der gängigen Praxis über eine systematische Übersichtsarbeit zur Entwicklung einer evidenzbasierten elektronischen Entscheidungshilfe, deren Implementierung und Evaluation"

  • 2012

Petra Schnell-Inderst, Theresa Hunger, Katharina Hintringer, Ruth Schwarzer, Vanadin Seifert-Klauss, Holger Gothe, Jürgen Wasem und Uwe Siebert

für den HTA-Bericht: "Individuelle Gesundheitsleistungen"

  • 2011

Ressort "Arzneimittelbewertung" des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG), Köln

für die Verdienste des Ressorts zur Verminderung der Auswirkung ergebnisgesteuerten Publizierens von Studiendaten

  • 2010

Stefan Leucht, Caroline Corves, Dieter Arbter, Rolf R Engel, Chunbo Li und John M Davis

für die Arbeit: "Second-generation versus first-generation antipsychotic drugs for schizophrenia: a meta-analysis".

Sonderpreis: Sylvia Groth, Ulla Sladek, Rita Obergeschwandner, Sylvia Groth (Frauengesundheitszentrum Graz, Österreich) und Bettina Berger (Universität Witten-Herdecke) für die Arbeitsgruppe Ingrid Mühlhauser

  • 2009

Elske Ammenwerth, Petra Schnell-Inderst, Uwe Siebert

für die Arbeit: "The Effect of Electronic Prescribing on Medication Errors and Adverse Drug Events: A Systematic Review"

Sonderpreis: Dr. Andreas Rinnerberger, Dr. Michaela Grafinger, Prof. Andreas Sönnichsen

  • 2008

Erik von Elm

für die STROBE-Initiative

Sonderpreis: Günther Egidi

Nur einen Moment..
Wird geladen