Journalistenpreis EbM in den Medien
Das EbM-Netzwerk schreibt jährlich den Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“ aus. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich an ein breites Publikum ohne fachliche Vorkenntnisse richten und Prinzipien, Anforderungen oder die Umsetzung evidenzbasierter Medizin (EbM) fundiert, verständlich und relevant vermitteln.
Diese Prinzipien sind:
- Information für Patient*innen über die Alternativen und Unsicherheiten und die Suche nach einer gemeinsamen Entscheidung (sofern sie vom Patienten gewünscht wird).
- kritische, systematische Analyse des Wissensstands mithilfe wissenschaftlicher Methoden,
- klare Darstellung der Erkenntnisse, aber auch der Wissenslücken und Unsicherheiten,
- Prüfung, ob die Erkenntnisse auf den Einzelfall übertragbar sind,
- verständliche Information von Patient:innen und Unterstützung bei einer gemeinsamen Entscheidung
Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.
Unsere Bewertungskriterien:
1. Unterstützend
Der Beitrag stellt die Sachlage angemessen dar, belegt seine Aussagen und macht bestehende Unsicherheiten deutlich. So unterstützt er die eigene Meinungsbildung.
2. Umfassend
Der Beitrag berücksichtigt entsprechend dem gewählten journalistischen Format alternative Maßnahmen oder konträre Sichtweisen.
3. Sorgfältig
Der Beitrag ist gründlich recherchiert und gibt Sachverhalte korrekt wieder.
4. Relevant
Der Beitrag behandelt ein relevantes oder originelles Thema aus Medizin, benachbarten Fachgebieten oder dem Gesundheitswesen. Der Bezug zur evidenzbasierten Medizin ist erkennbar.
5. Verständlich
Der Beitrag vermittelt seine Inhalte durch Wortwahl, Satzbau, Struktur, gegebenenfalls Bild- und Tonauswahl sowie Aufmachung verständlich, ansprechend oder sogar unterhaltsam.
6. Evidenzbasiert
Der Beitrag setzt sich kritisch mit einem Gesundheitsthema auseinander und stellt die wissenschaftliche Faktenlage verständlich dar, statt lediglich Expertenmeinungen wiederzugeben. Er berücksichtigt die Kriterien evidenzbasierter Risikokommunikation und informiert, soweit für das Thema relevant, über Krankheitsrisiken, patientenrelevanten Nutzen, Nebenwirkungen sowie Kosten oder Aufwand einer Behandlung oder eines diagnostischen Verfahrens. Unsicherheiten der Faktenlage werden transparent benannt.
Journalistenpreis EbM in den Medien 2027
Das EbM-Netzwerk schreibt den Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“ 2027 aus. Die Bewerbungsfrist endet am 4. Dezember 2026.
Jury 2027
- Andrea Fried, Communication Officer, HTA Austria - Austrian Institute for Health Technology Assessment GmbH
-
Margot Ham-Rubisch, Patientenvertreterin, Beisitzende im Vorstand des EbM-Netzwerks
- Klaus Koch, Science Media Center Germany gGmbH
- Dr. Heike Le Ker, Redakteurin DER SPIEGEL, Ressort Leben
- Dr. Martina Lenzen-Schulte, Journalistin und Redakteurin Deutsches Ärzteblatt, Ressort Medizinreport
- Junior-Prof. Dr. Julia Lühnen, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Klinische Pflegewissenschaft / Sprecherin des Fachbereichs Patienteninformation und -beteiligung im EbM-Netzwerk
- Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser, Gesundheitswissenschaftlerin
- Dr. Nicole Posch, Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung / Sprecherin des Fach-bereichs Patienteninformation und -beteiligung
- Prof. Dr. Anne Christin Rahn, Universität zu Lübeck, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege
- Georg Rüschemeyer, Wissenschaftsjournalist, Neue Züricher Zeitung
-
Dr. Christoph Specht, Arzt & Medizinkorrespondent, u.a. für ZDF, RTL/VOX/n-tv, WDR, SPIEGEL ONLINE
- Florian Sturm, Wissenschaftsjournalist, Preisträger des Journalistenpreises EbM in den Medien 2026
Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre
2026
Florian Sturm
für seinen Beitrag „Wie Betrug die Wissenschaft überschwemmt“ (erschienen am 30.12.2025 auf Spektrum.de)
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2025
Dr. Sigrid März
für ihren Zeitschriftenbeitrag „Osteopathie – Heilende Hände oder Hokuspokus?" (erschienen im März 2024 im Magazin Spektrum GESUNDHEIT)
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Foto von der Preisverleihung
2024
Nikolaus Nützel
für seinen Hörfunkbeitrag „Evidenzbasierte Medizin - Heilen auf wissenschaftlicher Grundlage“ (veröffentlicht am 19.10.2023 von Bayern 2)
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Foto von der Preisverleihung
2023
Jonah Goodman
für seinen Artikel „Wie drei Landärzte die Schweiz vom Kropf erlösten", der am 17.09.2022 in „Das Magazin“ des Schweizer Tages-Anzeiger erschien
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Zur Laudatio von Ingrid Mühlhauser
2022
Jonathan Focke und Maximilian Doeckel
für den Podcast „Abzocke oder Allheilmittel? Die Akte CBD" aus der Reihe Quarks Science Cops des WDR (veröffentlicht am 03.07.2021)
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Foto von der Preisverleihung
2021
Anneke Meyer
für den Hörfunkbeitrag „Ich hätte Ihnen das wirklich gerne erspart. Zytomegalie in der Schwangerschaft“ (ausgestrahlt am 13.04.2020 in der Reihe Wissenschaft im Brennpunkt des Deutschlandfunks)
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Video der Preisverleihung
2020
Martina Keller
für das ARD-Radiofeature „Übertherapie am Lebensende“ (vom WDR produziert und im Februar 2019 deutschlandweit ausgestrahlt).
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2019
Peter Onneken und Daniele Jörg
für den Filmbeitrag "Betrug statt Spitzenforschung – Wenn Wissenschaftler schummeln" (WDR am 24.07.2018)
und
Katrin Langhans und Till Krause et al.
für "Das Scheingeschäft" (SZ-Magazin am 20.07.2018)
2018
Meike Hemschemeier
für den Filmbeitrag "Operieren und kassieren. Ein Klinik-Datenkrimi" (ARD am 19.06.2017)
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2017
Claudia Ruby
für den Fernsehbeitrag "Krebs - Das Geschäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung" (SWR am 01.06.2016)
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2016
Michael Brendler
für "Die Aufschneider" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 10.05.2015)
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2015
Daniela Remus
für "Gesellschaft von Kranken? – Umstrittene Grenzwerte in der Medizin" (Bayern 2 am 07.10.2014)
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2014
Heike Haarhoff
für "Herr Michalek und sein Herz" (taz am 16./17.02.2013)
2013
Dr. Thomas Liesen
für "Geheimsache Pillentest – Wie Studienergebnisse verschleiert werden" (Deutschlandfunk am 03.06.2012)
und
Claudia Gürkov
für "Krebs - Das Geschäft mit der Hoffnung" (Bayerischer Rundfunk Bayern 2 am 26.03.2012)
2012
Sonja Kolonko
für den Filmbeitrag "Geschäfte mit dem Tinnitus" (Wissenschaftsmagazin ‚nano’ auf 3sat am 07.07.2011)
2011
Nicole Heißmann
für den Beitrag "Check oder nicht Check?" (Stern-Titelgeschichte Heft 10, 4. März 2010)
Sonderpreis an Ursel Sieber
für das Buch "Gesunder Zweifel. Einsichten eines Pharmakritikers. Peter Sawicki und sein Kampf für eine unabhängige Medizin", erschienen im Berlin-Verl., 2010
2010
Markus Grill
für den Beitrag "Alarm und Fehlalarm" („Der Spiegel“ 17/2009)
2009
In der Kategorie Print:
Wiebke Rögener-Schwarz
5 Artikel zu Gesundheitsthemen in der Süddeutschen Zeitung: "Blick ins Blut", "Pillen gegen die Regel", "Datenbank der künstlichen Hüften", "Unfug im Kreißsaal", "Heilen nach Zahlen" (erschienen im Zeitraum vom 24.02.2007 - 09.12.2008)
In der Kategorie Audiovisuelle Medien:
Frank Wittig
für "Sinnlose Operationen – Abkassieren per Skalpell" (Südwestrundfunk Fernsehen, 28.04.2008)