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Bewerbungsfrist: 1. Dezember 2019

Journalistenpreis EbM in den Medien

Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin verleiht jährlich den Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“. Der Preis würdigt journalistische Arbeiten, die in herausragender Weise zeigen, wie sich die Prinzipien der evidenzbasierten Medizin im Medizinjournalismus und benachbarten Themengebieten umsetzen lassen.

Teilnahmeberechtigt sind alle Journalistinnen und Journalisten, die in deutschsprachigen Medien veröffentlichen.

Diese Prinzipien sind:

  • kritische, systematische Analyse des Wissensstands unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden,
  • klare Beschreibung der Erkenntnisse, aber auch der Wissenslücken und Unsicherheiten,
  • Überprüfung, ob die Erkenntnisse im Einzelfall an­wendbar sind,
  • Information für Patient*innen über die Alternativen und Unsicherheiten und die Suche nach einer gemein­samen Entscheidung (sofern sie vom Patienten ge­wünscht wird).

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Unsere Bewertungskriterien:

  1. Unterstützend
    Der Beitrag beschreibt die Sachlage angemessen. Er be­legt seine Aussagen und geht dabei auf bestehende Un­sicherheiten ein. Er unterstützt so die eigene Meinungs­bildung.
  2. Umfassend
    Der Beitrag bezieht dem gewählten journalistischen For­mat entsprechend andere Maßnahmen bzw. konträre Sichtweisen ein.
  1. Sorgfältig
    Der Beitrag ist gründlich recherchiert und gibt Sachver­halte korrekt wieder.
  1. Relevant
    Der Beitrag behandelt ein relevantes oder auch originel­les Thema aus dem Bereich Medizin, Gesundheitswesen oder Gesundheitspolitik.
  1. Verständlich
    Der Beitrag stellt durch Wortwahl, Satzbau, Struktur, ggf. Bild- und Tonauswahl und Aufmachung seine Sachver­halte verständlich und ansprechend oder sogar unterhalt­sam dar.
  2. Evidenzbasiert
    Angemessen dargestellt sind u.a. patientenrelevanter Nutzen, Risiken, Nebenwirkungen sowie Kosten bzw. Aufwand einer Behandlung, eines Produkts oder diagnostischen Verfahrens, Qualität der wissen-schaftlichen Belege, Anzeichen für „Disease mongering“ (Krankheitserfindungen bzw.-übertreibung), alternative Expertenmeinungen sowie Interessenkonflikte der Expert*innen bzw. der Autor*innen. Alternative Optionen für die vorgestellten medizinischen Maßnahmen werden benannt."

Ausschreibung 2020

Die Bewerbungsfrist für die Vergabe 2020 ist der 1. Dezember 2019.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der 21. Jahrestagung des EbM-Netzwerks vom 13.-15.02.2020 in Basel statt.

Wenn Sie sich bewerben möchten, füllen Sie bitte das Online-Formular aus und laden den zur Bewerbung eingereichten Beitrag sowie einen Kurzlebenslauf hoch.

Hinweise zur Bewerbung

Es können Beiträge aus Printmedien, TV und Hörfunk sowie reine Online-Beiträge eingereicht werden, die im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis
30. November 2019 erstmalig veröffentlicht wurden. Die vollständigen Ausschreibungskriterien entnehmen Sie bitte unserem Flyer.

Printbeiträge laden Sie bitte als pdf-Datei im Online-Formular hoch. Bitte achten Sie darauf, dass die eingereichte pdf-Datei nicht mit einem Kennwort versehen sind!

Bei Online-Beiträgen darf das Datei-Uploadfeld im Bewerbungsformular auch nicht leer bleiben. Bitte laden Sie in diesem Fall eine kurze Projektbeschreibung oder einen Screenshot der Seite als pdf-Datei hoch und geben im Formular den Link an, unter dem der Beitrag bis zur Preisverleihung im Internet abgerufen werden kann.

Bei Fernseh- und Hörfunkbeiträgen laden Sie bitte die Sendemanuskripte (O-Töne Ihres Beitrags) ebenfalls als pdf-Datei direkt im Formular hoch. Bitte geben Sie im Formular den entsprechenden Link an, unter dem Ihr Beitrag im Internet zum freien Download bzw. in einer Mediathek zum kostenlosen Anhören/Ansehen zur Verfügung steht.

Jury 2020

  • Markus Grill
    Leiter des Berliner Büros der Investigativressorts von NDR und WDR
  • Nicole Heißmann
    Redakteurin im stern-Ressort Wissen
  • Dr. Klaus Koch
    IQWiG, Ressortleiter Gesundheitsinformation
  • Nicola Kuhrt
    Medizinjournalistin und Co-Gründerin MedWatch
  • Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser
    Universität Hamburg, MIN Fakultät, Gesundheitswissenschaft
  • Peter Onneken
    Wirtschaftsjournalist und Filmemacher, Preisträger des Journalistenpreises EbM in den Medien 2019
  • Dr. Sigrid Pilz
    Patientenanwältin der Stadt Wien
  • Mag. Roland Schaffler
    Schaffler Verlag Graz, Hrsg. „Das österreichische Gesundheitswesen – ÖKZ“

Dokumente zum Download zur Ausschreibung 2020:

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre

  • 2019

Peter Onneken und Daniele Jörg
für den Filmbeitrag "Betrug statt Spitzenforschung – Wenn Wissenschaftler schummeln" (WDR am 24.07.2018)

und

Katrin Langhans und Till Krause et al.
für "Das Scheingeschäft" (SZ-Magazin am 20.07.2018)

Zur Pressemitteilung

  • 2018

Meike Hemschemeier
für den Filmbeitrag "Operieren und kassieren. Ein Klinik-Datenkrimi" (ARD am 19.06.2017)
Zur Pressemitteilung

  • 2017

 

Claudia Ruby
für den Fernsehbeitrag "Krebs - Das Ge­schäft mit der Angst. Gefährliche Folgen alternativer Behandlung" (SWR am 01.06.2016)
Zur Pressemitteilung

  • 2016

Michael Brendlerfür "Die Aufschneider" (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 10.05.2015)
Zur Pressemitteilung

  • 2015

Daniela Remus
für "Gesellschaft von Kranken? – Umstrittene Grenzwerte in der Medizin" (Bayern 2 am 07.10.2014)
Zur Pressemitteilung

  • 2014

Heike Haarhoff
für "Herr Michalek und sein Herz" (taz am 16./17.02.2013)

  • 2013

Dr. Thomas Liesen
für "Geheimsache Pillentest – Wie Studienergebnisse verschleiert werden" (Deutschlandfunk am 03.06.2012)

und

Claudia Gürkov
für "Krebs - Das Geschäft mit der Hoffnung" (Bayerischer Rundfunk Bayern 2 am 26.03.2012)

  • 2012

Sonja Kolonko
für den Filmbeitrag "Geschäfte mit dem Tinnitus" (Wissenschaftsmagazin ‚nano’ auf 3sat am 07.07.2011)

  • 2011

Nicole Heißmann
für den Beitrag "Check oder nicht Check?" (Stern-Titelgeschichte Heft 10, 4. März 2010)

Sonderpreis an Ursel Sieber
für das Buch "Gesunder Zweifel. Einsichten eines Pharmakritikers. Peter Sawicki und sein Kampf für eine unabhängige Medizin", erschienen im Berlin-Verl., 2010

  • 2010

Marcus Grill
für den Beitrag "Alarm und Fehlalarm" („Der Spiegel“ 17/2009)

  • 2009

In der Kategorie Print:

Wiebke Rögener-Schwarz
5 Artikel zu Gesundheitsthemen in der Süddeutschen Zeitung: "Blick ins Blut", "Pillen gegen die Regel", "Datenbank der künstlichen Hüften", "Unfug im Kreißsaal", "Heilen nach Zahlen" (erschienen im Zeitraum vom 24.02.2007 - 09.12.2008)

In der Kategorie Audiovisuelle Medien:

Frank Wittig
für "Sinnlose Operationen – Abkassieren per Skalpell" (Südwestrundfunk Fernsehen, 28.04.2008)

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