Lehrpreis des EbM-Netzwerks

Das Netzwerk evidenzbasierte Medizin e.V. freut sich bekanntzugeben, dass auf der Jahrestagung 2027 erneut der Lehrpreis des EbM-Netzwerkes verliehen wird.

Mit dem Preis würdigt das Netzwerk herausragende Lehrende, Teams und Bildungsinitiativen, die sich in besonderer Weise für die Vermittlung und Verankerung evidenzbasierter Gesundheitsversorgung engagieren. 

Ausgezeichnet werden innovative und beispielgebende Lehrkonzepte, die Prinzipien und Methoden der evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung erfolgreich in der Aus-, Weiter- und Fortbildung vermitteln. Ziel des Lehrpreises ist es, besonderes Engagement in der Lehre sichtbar zu machen, den Austausch über gute Lehrpraxis zu fördern und die Weiterentwicklung evidenzbasierter Lehre zu unterstützen.

Der Lehrpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 2.000 Euro dotiert.

Bewerben können sich Lehrende/ Dozierende (Einzelpersonen oder Gruppen) und Bildungsinitiativen, die einen Beitrag zur Einführung und Verbreitung von EbM-Prinzipien durch Bildungsarbeit geleistet haben. 

Die Jury setzt sich aus Mitgliedern des amtierenden geschäftsführenden Vorstands, Sprecherinnen und Sprechern der Fachbereiche, Studierenden sowie einer Patientenvertreterin zusammen. Sie bewertet die Einreichungen anhand folgender Kriterien:

  • Beitrag zur Vermittlung evidenzbasierter Gesundheitsversorgung und evidenzbasierter Kompetenzen
  • Didaktische Konzeption und Lernzielorientierung des Lehr-/Lernangebots
  • Methodische Umsetzung und Aktivierung der Lernenden
  • Zielgruppenorientierung sowie Praxis- und Anwendungsbezug
  • Qualitätssicherung und Evaluation des Lehr-/Lernangebots
  • Innovation, Nachhaltigkeit und Disseminationspotenzial (z. B. Übertragbarkeit, OER-Potenzial)

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten neben dem Preisgeld eine Urkunde und werden öffentlich gewürdigt. Die Jury kann darüber hinaus weitere Einreichungen besonders hervorheben und den Bewerberinnen und Bewerbern anbieten, ihre Konzepte auf der Website des EbM-Netzwerks vorzustellen.

Ausschreibung 2027

Bewerbungen und Vorschläge für die Verleihung des Preises im Rahmen der Jahrestagung 2027 können ab sofort bis 31. Oktober 2026 eingereicht werden.

Details entnehmen Sie den vollständigen Ausschreibungsunterlagen

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre

2025

Preisträger 1: "Evidenzbasierte Pharmazie" (Universität Basel)

Dr. Katja Suter, Dr. Jennifer Alexa und Prof. Dr. Samuel Allemann (Universität Basel, Departement Klinische Forschung bzw. Departement Pharmazeutische Wissenschaften, Pharmaceutical Care) wurden für ihr Lehrangebot "Evidenzbasierte Pharmazie" im Masterstudiengang Pharmazie ausgezeichnet. Das Konzept integriert verschiedene Lehrformate, darunter:

  • Vorlesungen mit praktischen Übungen zu den Grundlagen der evidenzbasierten Pharmazie und der Informationsrecherche,
  • interaktive Lernmethoden wie Journal Clubs, problemorientiertes Lernen und Gruppenarbeit,
  • praxisnahe Fallbeispiele zur Anwendung der EbM im pharmazeutischen Alltag.

Besonders hervorzuheben ist die konsequente Verankerung der evidenzbasierten Entscheidungsfindung in der pharmazeutischen Ausbildung. Das Konzept orientiert sich am Basiscurriculum "Evidenzbasierte Entscheidungsfindung" des EbM-Netzwerks und bereitet Studierende optimal auf ihre berufliche Praxis vor.

Preisträger 2: "Allgemeinmedizin mit Herz und Köpfchen“ (Kompetenzzentrum Weiterbildung Baden-Württemberg)

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Team des Kompetenzzentrums Weiterbildung Baden-Württemberg (KWBW) für das innovative Lernangebot "Allgemeinmedizin mit Herz und Köpfchen". Die Auszeichnung nahmen stellvertretend Dr. Simon Schwill, MME (Leitung), und Dr. Andreas Dreher (Co-Leitung) entgegen.

Der Workshop richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in der allgemeinmedizinischen Weiterbildung und zeichnet sich durch ein praxisnahes Lehrkonzept aus, das evidenzbasierte Medizin eng mit hausärztlicher Praxis verknüpft. Das Angebot umfasst:

  • die Stärkung von methodischen EbM Kompetenzen zur Reflexion des eigenen ärztlichen Handelns,
  • die Integration evidenzbasierter Entscheidungsfindung in die allgemeinmedizinische Praxis,
  • interaktive Seminare mit fallbasiertem Lernen mit realen hausärztlichen Szenarien.

Die Jury hob besonders hervor, dass das Konzept die Bedeutung der evidenzbasierten Medizin als Grundhaltung in der allgemeinmedizinischen Weiterbildung verdeutlicht. Es trägt dazu bei, die Reflexion und kontinuierliche Verbesserung des ärztlichen Handelns im Sinne des lebenslangen Lernens zu fördern.

Nur einen Moment..
Wird geladen