Handreichung für Schadensendpunkte in Gesundheitsinformationen veröffentlicht
Das Tool SCHADEN (SCHadensendpunkte: Arbeitsmaterialien zur Dokumentation und Erarbeitung von GesundheitsinformationeN) umfasst in vier Abschnitten, neun Leitfragen und 29 Detailfragen den gesamten Prozess bei der Erstellung einer Gesundheitsinformation oder Entscheidungshilfe und besteht aus einer Kurzfassung sowie einem Erläuterungsdokument.
Das Tool versteht sich als Reflexionsinstrument, das notwendige Entscheidungen explizit macht, die Dokumentation unterstützt, methodische Hilfestellungen gibt und die Limitationen der angewandten Methoden transparent macht. Es berücksichtigt, dass bei der Erstellung evidenzbasierter Gesundheitsinformationen unterschiedliche zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen und mit verschiedenen Formaten unterschiedliche Anforderungen einhergehen.
Das Tool soll den Theorie-Praxis-Transfer unterstützen und so bestehende Standards wie die Gute Praxis Gesundheitsinformation und die Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation ergänzen (beide Dokumente HIER). Eine Befragung von Mitgliedern des Fachbereichs Patienteninformation im EbM-Netzwerk hatte gezeigt, dass es Erweiterungsbedarf für diese gut etablierten Standards gibt, um Nutzende optimal zu unterstützen. Dabei wurde unter anderem konkretere Unterstützung für die Darstellung von Schadensaspekten genannt. Das SCHADEN-Tool will dazu einen Beitrag leisten.
Das Tool wurde in Workshops auf dem EbM-Kongress vorgestellt und über die Netzwerk-Seite zur Konsultation gestellt. Der Entwicklungsprozess ist in einer Begleitpublikation in der ZEFQ dokumentiert. Mitglieder können über das Intranet auf den Volltext der Publikation zugreifen.
Reflexions- und Strukturierungshilfe SCHADEN: Kurzfassung
Erläuterungen zur Reflexions- und Strukturierungshilfe SCHADEN