Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin
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Pressemitteilung des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin vom 19.02.2010
EbM-Kongress 2010 in Salzburg |
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Die 11. Jahrestagung des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin in Kooperation mit dem "Forum Medizin 21" der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg beschäftigte sich im Februar 2010 mit dem Thema Das Programm und die Abstracts können Sie (Ausführlicher Kongressbericht folgt in Kürze)
Das Interesse am diesjährigen Thema „EbM – ein Gewinn für die Arzt-Patient-Beziehung?“ von Forum Medizin 21 war groß. Über 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien verfolgten die Vorträge, Workshops und Diskussionen rund um den Einfluss von Evidenzbasierter Medizin auf die Arzt-Patient-Beziehung. |
Markus Grill erhält den Journalistenpreis 2010 des
Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin
Für den Beitrag „Alarm und Fehlalarm“ erschienen in „Der Spiegel“ 17/2009 hat Markus Grill am 26. Februar 2010 den Journalistenpreis des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin erhalten. Mit diesem Preis würdigt das DNEbM herausragende journalistische Arbeiten, die die Prinzipen der Evidenzbasierten Medizin kommunizieren. Der jährlich ausgeschriebene Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.
Im Beitrag „Alarm und Fehlalarm“ von Grill geht es um die realistische Darstellung des Themas Krebsfrüherkennung. „Das allgemein Übliche nicht als das allgemein Übliche akzeptieren“ war der Antrieb für Grill, diesen Beitrag zu verfassen. Eine solche Sichtweise greift die Prinzipien der Evidenzbasierten Medizin auf. Dort geht es stets um die Frage, wie gut Nutzen und Risiken geplanter medizinischer Eingriffe belegt sind. Für die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung hat Grill dies in eindrucksvoller Weise dargestellt.
Markus Grill, Historiker und Germanist, hat sich u.a. durch Aufdeckung der Ärzte-Bestechung durch die Firma Ratiopharm und die unzulässige Praktik von Wellness-Touristik unter dem Deckmantel der ärztlichen Fortbildung durch die Firma Novartis einen Namen gemacht. Der Jury gehörten an: Dr. rer. nat. Gerd Antes (Deutsches Cochrane Zentrum Freiburg), Christian Egbers (Medical Visualisation Experts), Prof. Dr. David Klemperer (Vorsitzender des DNEbM), Dr. med. Monika Lelgemann (stellvertretende Vorsitzende des DNEbM), Univ.-Prof. Dr. Prof. h. c. Edmund A. M. Neugebauer (stellvertretender Vorsitzender des DNEbM), Dr. PH Sylvia Sänger (Schriftführerin des DNEbM), Mag. rer. nat. Roland Schaffler (Herausgeber von „Das österreichische Gesundheitswesen – ÖKZ"; Chefredakteur Qualitas) und Prof. Dipl.-Chem. Holger Wormer (Wissenschaftsjournalist, Inhaber des Lehrstuhls für Wissenschaftsjournalismus am Institut für Journalistik, Universität Dortmund). Die Ausschreibung des Journalistenpreises 2011 wird im Mai 2010 auf den Internetseiten des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin bekannt gegeben.
Foto: Roland Schaffler
David-Sackett-Preis des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2010 an Dr. med. Stefan Leucht verliehen
Für die Arbeit zum Thema „Second-generation versus first-generation antipsychotic drugs for schizophrenia: a meta-analysis“ wurde dem Autorenteam um Privatdozent Dr. med. Stefan Leucht am 26. Februar 2010 der mit 2.000 Euro dotierte David-Sackett-Preis des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2010 verliehen.
Die Arbeit von Stefan Leucht und seinen Kolleginnen und Kollegen Caroline Corves, Dieter Arbter, Rolf R Engel, Chunbo Li und John M Davis wurde als herausragende Leistungen auf dem Gebiet der evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung gewürdigt. Der 42-jährige setzt den Schwerpunkt seiner Forschung seit 10 Jahren auf die Behandlung der Schizophrenie. „Streng wissenschaftlich orientiertes Arbeiten ist bei Herrn Leucht mit einer intellektuellen Leichtigkeit gepaart“ so Prof. David Klemperer in seiner Laudatio. Die Ergebnisse der preisgekrönten Metaanalyse ermöglichen eine bessere Anpassung der Behandlung auf die Bedürfnisse des Einzelnen.

Der David-Sackett-Preis wird vom DNEbM seit 2008 jährlich einmal vergeben. Der kanadische Wissenschaftler David Sackett gilt als Pionier der Evidenzbasierten Medizin. Er gründete 1967 an der McMaster Universität in Kanada das erste Institut für klinische Epidemiologie und später das Oxford Centre for Evidence-based Medicine.
Foto: Roland Schaffler
Sonderpreis für Implementierung des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2010 geht an österreichisch-deutsches Projekt
Für das österreichisch-deutsche Kooperationsprojekt zur Fortbildung für Gesundheitsberufe in Prinzipien der evidenzbasierten Medizin wurde den Verantwortlichen Maga. Sylvia Groth, Maga. Ulla Sladek, Maga. Rita Obergeschwandner, Maga. Sylvia Groth (Frauengesundheitszentrum Graz) und Dr. Bettina Berger (Universität Witten-Herdecke) für die Arbeitsgruppe Prof. Mühlhauser am 26. Februar 2010 der Sonderpreis für Implementierung des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin 2010 verliehen.
Das Projekt wird von der Jury als eine herausragende Leistung bei der Umsetzung der Prinzipien der evidenzbasierten Medizin in die Gesundheitsbildung angesehen. Es vermittelt Angehörigen verschiedener Gesundheitsberufe das Handwerkszeug zur Anwendung der EbM. Das Konzept für diese Schulung wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Frau Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser (Universität Hamburg) und Dr. Bettina Berger entwickelt. Sylvia Groth fasst die Ziele des preisgekrönten Projekts zusammen: „Wissen darf nicht die Macht der Anbieter von Gesundheitsleistungen bleiben. Wir vermitteln den Teilnehmern unserer Schulungen das Handwerkszeug evidenzbasierter Medizin: Was will ich wissen? Wo schaue ich nach? Welcher Studie kann ich vertrauen?“

Foto: Roland Schaffler
Research article
Training of patient and consumer representatives in the basic competencies of evidence-based medicine: a feasibility study
Bettina Berger, Anke Steckelberg, Gabriele Meyer, Jurgen Kasper, Ingrid Muhlhauser
BMC Medical Education 2010, Published: 11 February 2010
[Abstract] [Provisional PDF] [PubMed] [Related articles]
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